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Fakten zum Jahresabschluss: So gelingt das Jahresende ohne Kopfzerbrechen

Gerade zum Jahresende treffen viele Unternehmen gleich mehrere Herausforderungen gleichzeitig: steigende Kosten, hohe Kapitalbindung, lange Zahlungsziele, Druck auf die Bilanz – und parallel die Deadline für den Abschluss. Die gute Nachricht: Wer die richtigen Stellschrauben kennt, kann nicht nur Stress reduzieren, sondern aktiv die eigene Finanzierungssituation und Bilanzkennzahlen verbessern – und damit deutlich stabiler ins neue Geschäftsjahr starten.

Jahresabschluss: Die „Hard Facts“

Der Jahresabschluss ist kein reines „Pflichtdokument“, sondern ein zentraler strategischer Moment für jedes Unternehmen. Er spiegelt das Ergebnis des Geschäftsjahres wider und stellt die Weichen für das kommende Jahr. Denn viele Geschäftspartner, darunter vor allem die Banken, bewerten die Möglichkeiten einer Zusammenarbeit basierend auf den Ergebnissen des letzen Jahresabschlusses.

  • Ergebnis & Vermögenslage werden bewertet
    (inkl. Vorräte, Forderungen, Verbindlichkeiten, Rückstellungen)
  • Bilanzkennzahlen zählen stärker als im laufenden Jahr
    z. B. Eigenkapitalquote, Working Capital, Liquiditätsgrade

  • Finanzierungsgespräche hängen direkt daran
    Banken, Kreditversicherer, Lieferanten und Partner nutzen den Jahresabschluss als Entscheidungsgrundlage

Vielfach geht hier der klassische Weg zur Hausbank. Doch nicht immer dürfte dieser Weg auch von Erfolg gekrönt sein. Denn für eine Bonitätsprüfung werden Bankenratings herangezogen und diese dürften bei den meisten Unternehmen deutlich schlechter ausfallen als im Vorjahr – insbesondere dann, wenn Planungen nicht erreicht oder Verluste geschrieben worden sind. Kenner der Szene rechnen mit einer restriktiveren Kreditvergabe bis hin zum Ausschluss bestimmter Branchen von der Kreditvergabe. Konditionen sowie die Anforderungen an das Reporting dürften infolgedessen steigen.

Doch was kann man tun? Wie können Unternehmen die Weichen auf Wachstum für das nächste Jahr stellen? Der entscheidende Faktor wird sein, das Bankenrating zu verbessern und damit auch die Durchfinanzierung sicherzustellen. Daher sollte sich jede Unternehmerin/jeder Unternehmer trotz der Herausforderungen im operativen Geschäft jetzt die Zeit nehmen und in eine strategische Finanzplanung investieren.

Warum der Jahresabschluss vielen Unternehmen „Liquidität frisst“

Ein typisches Szenario zum Jahresende:

✅ viele Rechnungen sind gestellt
❌ aber die Zahlung kommt erst Wochen oder Monate später

Das Ergebnis: Umsatz ist da – Liquidität fehlt. Genau hier entsteht Druck auf:

  • laufende Zahlungen (Löhne, Miete, Material)
  • Einkauf und Lager
  • Investitionen ins kommende Jahr
  • Wachstum (Aufträge können nicht angenommen werden)

Finanzierungsmix statt Einzellösung

Viele Unternehmen versuchen, das Jahresende ausschließlich über Kontokorrent, Darlehen oder Zahlungsaufschub beim Lieferanten zu „retten“. Das funktioniert oft – aber teuer, begrenzt oder riskant. Was langfristig stabiler ist: ein Finanzierungsmix, der Bilanz, Liquidität und Wachstum gleichzeitig absichert.

Ein starker Finanzierungsmix besteht typischerweise aus:

  • klassischer Banklinie
  • sauberem Forderungsmanagement
  • ggf. Warenkreditversicherung
  • Factoring als Liquiditäts- und Working-Capital-Hebel

Alternative Finanzierungsinstrumente leisten hier mehr Benefit, als viele glauben wollen. Sie sind genau genommen der Schlüssel zum Erfolg, weil sie in der Wechselwirkung auch das Bankenrating wieder verbessern können und die Durchfinanzierung sichern,“ sagt Thorsten Klindworth, CEO der A.B.S. Global Factoring AG aus Wiesbaden.

Thorsten Klindworth, CEO A.B.S. Global Factoring AG

„Wenn wir eines aus bisherigen Krisen gelernt haben, dann Folgendes: Flexibilität und Diversifizierung in der Finanzierung sind wichtige Faktoren, um den Cash Flow zu sichern und zukunftsfähig zu bleiben. Um das zu gewährleisten, spielt der Jahresabschluss eine wichtige Rolle.“

Welche der alternativen Finanzierungsinstrumente den größten Beitrag leisten können, hängt von der jeweiligen Unternehmenssituation ab. Für Unternehmen, die über ein werthaltiges Anlagevermögen aus Maschinen oder Produktionsanlagen verfügen, eignen sich Sale-and-lease-back- Finanzierungen. Hier können diese Anlagen an eine Leasinggesellschaft verkauft und direkt im Anschluss wieder zurückgeleast werden.

Wenn Unternehmen viele offene Forderungen haben, lohnt es sich, eine Factoring-Finanzierung in den Finanzierungsmix zu integrieren. Durch den Forderungsverkauf kann die Bilanz verkürzt werden und die Eigenkapitalquote steigt. Die Folge: Nicht nur Liquiditätsengpässe werden verhindert; das Working Capital verbessert sich insgesamt nachhaltig. In der Folge erhöhen sich durch die verbesserten Eigenkapitalquoten auch die Chancen, einen Bankkredit zu erhalten und die Finanzierung somit auf breitere Beine zu stellen.

„Was oft übersehen wird: Beim Full Service Factoring sind neben der reinen Finanzierung noch zahlreiche Zusatzleistungen inkludiert: So werden Unternehmen durch eine Versicherung vor Forderungsausfall und die Übernahme des Debitorenmanagements zusätzlich entlastet – gerade in angespannten Zeiten ist das ein Vorteil,“ ergänzt Thorsten Klindworth.

Checkliste

10 praxisnahe Tipps zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss bietet Unternehmen die Chance, nicht nur die Bücher zu schließen, sondern auch eine umfassende strategische Finanzplanung vorzunehmen. Dabei gibt es einige wesentliche Punkte, die Sie im Blick haben sollten, um sicher ins neue Geschäftsjahr zu starten.

1) Frühzeitig Bestandsaufnahme starten

Viele Probleme am Jahresende entstehen nicht „plötzlich“, sondern weil Kennzahlen zu spät geprüft werden.

Praxis-Tipp: Startet im Herbst mit einem Quick-Check:

  • offene Posten (Debitoren/Kreditoren)
  • Forderungsalter (Aging)
  • Zahlungsausfälle / Mahnstatus
  • Lagerbestand & Umschlag
2) Offene Posten aktiv verkürzen

Zum Jahresende zählt jede Woche Zahlungseingang.

Mini-Check:

  • Welche Rechnungen sind >30 / >60 / >90 Tage offen?
  • Welche Kund:innen zahlen grundsätzlich spät?
  • Wo fehlen Belege oder Freigaben?

Oft lassen sich 10–20% der offenen Posten innerhalb weniger Tage lösen – rein organisatorisch.

3) Zahlungsziele neu verhandeln – aber strategisch

Viele Unternehmen geben lange Zahlungsziele „einfach so“. Dabei sind Zahlungsziele ein echter Verhandlungspreisbestandteil.

Empfehlung: Wenn Kund:innen 60–90 Tage fordern, sollten sie:

  • Preisaufschlag akzeptieren, oder
  • Skonto gegen kürzeres Zahlungsziel anbieten
4) Liquiditätsplanung fürs kommende Jahr jetzt erstellen

Viele erstellen Budget & Forecast erst nach dem Abschluss. Besser: parallel planen.

Warum? Ihr erkennt früh:

  • saisonale Peaks
  • Finanzierungslücken
  • Investitionsbedarf
  • Wachstumsbremse durch Kapitalbindung
5) Saisonale Schwankungen in der Finanzierung berücksichtigen

Besonders wichtig für KMUs ist es, saisonale Schwankungen bei der Jahresplanung zu berücksichtigen. Viele Unternehmen unterliegen starken saisonalen Einflüssen, die sich auf den Cashflow auswirken.

Besser: Finanzierung so gestalten, dass sie „mitwächst“ – statt starr begrenzt zu sein.

6) Bilanzhebel nutzen: Working Capital gezielt optimieren

Working Capital ist die wichtigste „stille“ Kennzahl zum Jahresende.

Hebel:

  • Forderungslaufzeiten reduzieren
  • Lagerbestände optimieren
  • Lieferantenkonditionen professionell verhandeln

Schon kleine Verbesserungen wirken stark auf Liquidität & Rating.

7) Factoring als Liquiditätslösung einplanen

Nutzen Sie Factoring, um Ihre Liquidität auch in Zeiten langer Zahlungsziele zu sichern. Mit Factoring könnt ihr:

  • Liquidität sofort aus Rechnungen generieren
  • Zahlungsausfälle (je nach Modell) absichern
  • Debitorenmanagement professionalisieren
  • Finanzierungsstruktur verbreitern

✅ Ergebnis: mehr Cashflow, weniger Bilanzdruck, mehr Stabilität.

Sie wollen wissen, ob Factoring für Ihr Unternehmen in Frage kommt? Dann füllen Sie unsere kostenlose Factoring-Checkliste aus und finden es heraus.

8) Jahresende ist Risikozeit: Forderungsausfälle aktiv absichern

Gerade rund um Jahreswechsel steigen erfahrungsgemäß:

  • Insolvenzmeldungen
  • verspätete Zahlungen
  • Dispute (Rechnungsstreitigkeiten)

Viele Unternehmen merken das erst, wenn es zu spät ist: Umsatz ist gemacht – aber der Zahlungseingang bleibt aus. Das belastet nicht nur die Liquidität, sondern kann das gesamte Ergebnis kippen.

Der entscheidende Vorteil: Mit Ful Service Factoring (inkl. Delkredere-Schutz) sichern Sie sich nicht nur sofortige Liquidität, sondern auch einen Schutz vor Forderungsausfällen – also vor dem Risiko, dass Kund:innen nicht zahlen (z. B. aufgrund von Insolvenz).

✅ mehr Sicherheit im Cashflow
✅ weniger Risiko in der Bilanz
✅ Planbarkeit für Einkauf & Wachstum

Tipp: Segmentieren Sie zusätzlich Kund:innen nach Risiko und definieren Sie klare Kreditlimits – Factoring ist dann ein starker Baustein im professionellen Risikomanagement.

9) Kommunikation mit Steuerberatung/WP strukturieren

Viele Verzögerungen entstehen nicht wegen Zahlen – sondern wegen fehlender Unterlagen.

Best Practice:

  • fixe Deadline pro Bereich (Einkauf, Vertrieb, Finance)
  • klare Verantwortlichkeiten
  • Dokumenten-Checkliste
10) Mindset: „Positiv abschließen“ – und finanziell smarter starten

Das Jahresende ist nicht nur Abschluss, sondern Startpunkt.

Wenn es schnell gehen muss und die bestehenden Kreditlinien oder die zur Verfügung stehenden Sicherheiten bereits ausgereizt sind, dann punkten alternative Finanzierungsinstrumente. Wir empfehlen daher KMU, Optimierungen in der Bilanzstruktur zügig umzusetzen. Damit können die Weichen sowohl für den Jahresabschluss als auch für eine erfolgreiche strategische Aufstellung der Finanzierung für das nächste Geschäftsjahr auf „Go!“ gestellt werden.

Selbst bei kleineren Unternehmen ist das möglich. Vorausgesetzt, man startet jetzt und nimmt Kontakt zu einem Leasing- oder Factoring-Anbieter auf. Aufschieben war gestern – nutzen Sie den Aufschwung bereits jetzt! 😊

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