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Unternehmensverkauf:
So hilft Factoring im M&A-Prozess

Der Verkauf eines Unternehmens ist oft eine der bedeutendsten und emotionalsten Entscheidungen im Unternehmerleben – verbunden mit vielen rechtlichen, wirtschaftlichen und finanziellen Herausforderungen. Vom ersten Gedanken an eine Veräußerung über die Käufersuche bis hin zur Vertragsunterzeichnung ist es ein komplexer Prozess, der sorgfältig vorbereitet werden muss. Ein oft unterschätzter Hebel zur Wertsteigerung: die Optimierung der Unternehmensfinanzen – insbesondere durch Factoring.

Wie kann man den Unternehmenswert vor dem Unternehmensverkauf maximieren?

Die folgenden Tipps gelten als strategische Erfolgsfaktoren für einen erfolgreichen Unternehmensverkauf:

Tipp 1 beim Unternehmensverkauf: Abhängigkeiten reduzieren

Der Unternehmenswert hängt ganz entscheidend vom Risiko ab, das ein Käufer einer Transaktion beimisst. Denn jede Form von Unsicherheiten und Abhängigkeiten mindert den Unternehmenswert und reduziert den Kaufpreis sowie die Zahl potenzieller Erwerber. Dazu zählen Abhängigkeiten von Kunden, Abhängigkeiten von Lieferanten und Abhängigkeiten von Finanzieren.

Tipp 2 beim Unternehmensverkauf: Rechtzeitige und detaillierte Vorbereitung

Auch die Vorbereitung ist entscheidend für den Kaufpreis. Dass Gewinne nicht nachteilig sind, liegt dabei auf der Hand. Je höher das EBITDA ist, desto höher ist der Kaufpreis. Aber auch das Rechnungswesen spielt eine große Rolle. Im Rahmen eines M&A-Prozesses wird sowohl Ihre Finanzplanung, Ihre Historie als auch Ihr Rechnungswesen und Debitorenmanagement unter die Lupe genommen. Je transparenter und professioneller Ihre Prozesse nachvollzogen werden können, umso einfacher machen Sie es einem potentiellen Käufer. Zudem sollten Sie eine detaillierte und anhand von Prämissen nachvollziehbare 5-Jahres-Finanzplanung vorlegen können, die während der Transaktion belastbar ist. Sowohl M&A-Berater als auch Steuerberater können hier wertvolle Dienste leisten.

Tipp 3 beim Unternehmensverkauf: Eine professionelle Due Diligence

Angefangen beim Exposé, das alle für die Kaufentscheidung notwendigen Aspekte Ihres Unternehmens berücksichtigt, über eine SWOT-Analyse bis hin zu einem geschützten Datenraum – das Due Diligence Verfahren sollte hochprofessionell vorbereitet werden. Auch einen Kaufvertrag sollten Sie vorbereiten, damit Sie in der Lage sind, basierend darauf die Angebote unterschiedlicher Interessenten zu vergleichen.

Tipp 4 beim Unternehmensverkauf: Der richtige Zeitpunkt

Ein Unternehmen unter Druck zu verkaufen, wirkt sich negativ auf den Verkaufspreis aus. Daher ist es ideal, den Verkaufszeitpunkt in einem Wachstumsumfeld zu platzieren. Natürlich lässt sich dieser Tipp in der Praxis nicht immer umsetzen, gerade nicht im Distressed-Bereich.

Tipp 5 beim Unternehmensverkauf: Ein starkes Team

Wenn Unternehmen nicht allein vom Gründer oder der Gründerin abhängig sind, verkauft es sich leichter. Stellen Sie daher ein motiviertes und leistungsfähiges Management -Team zusammen, mit dem sie potentielle Käufer überzeugen können.

Tipp 6 beim Unternehmensverkauf: Die passende Finanzierung

Eine solide Finanzierung sichert nicht nur den Unternehmenskauf, sondern sorgt gleichermaßen dafür, dass das Unternehmen langfristig auf einer finanziell tragfähigen Basis steht. Um das zu gewährleisten, bedarf des einer substantiierten Planung der Unternehmensfinanzierung, die idealerweise in einem Businessplan festgehalten wird. Gerade bei grenzüberschreitenden oder strukturiert finanzierten Akquisitionen findet man oft komplexe Finanzierungsumstände vor. Oftmals kommt eine individuell konfigurierte Kombination aus Eigenkapital, Hausbank, KfW und anderen Förderbanken sowie Factoring zum Einsatz. Wichtig ist dabei, die Einsatzmöglichkeiten der einzelnen Finanzierungsbausteine bereits vor Beginn einer M+A-Transaktion zu prüfen.

Der Wert von Factoring bei M&A- Transaktionen

Auf welche Faktoren es beim Unternehmensverkauf  ankommt, haben wir in den oben genanten Tipps umrissen. Doch wie kann Factoring hier einen Mehrwert leisten? In Ländern wie Grossbritannien oder in den USA ist es schon lange üblich, dass Factoring-Experten bei Fusionen oder Übernahmen mit am Verhandlungstisch sitzen. In anderen Ländern haben in den vergangenen Jahren vermehrt Private-Equity-Gesellschaften diese Finanzierungsform für sich entdeckt. Helmut Karrer, Vorstand bei A.B.S. Factoring, und ein erfahrener Berater von M&A-Transaktionen erklärt den Zusammenhang:

Beim Unternehmensverkauf, und bei Distressed M&A-Transaktionen im Besonderen, sind eine umfassende Datenaufbereitung und die schnelle Investorenansprache der Schlüssel zum Erfolg. Hier muss bereits bei der Datenaufbereitung erkannt werden, welcher Wert in den Assets, sprich in den Forderungen eines Unternehmens liegt. Deshalb kann der laufende Forderungsverkauf durch Factoring ein entscheidender Baustein für die Finanzierung einer M&A-Transaktion sein.

Helmut Karrer
Vorstandsmitglied der A.B.S. Global Factoring AG

Diese Vorteile schafft Factoring beim Unternehmensverkauf

1. Erzielung höherer Verkaufspreise durch Steigerung des Substanzwerts

Factoring kann sowohl für den Verkäufer, als auch für den Käufer ein sinnvollen Beitrag beim Unternehmensverkauf leisten. So können in der Anbahnungsphase eines Unternehmensverkaufs kurzfristige, zinspflichtige Verbindlichkeiten zurückgeführt werden. Dadurch wird der Substanzwert des Unternehmens gesteigert.  Im Idealfall kann dadurch ein höherer Kaufpreis durchgesetzt werden. Aber auch der Käufer selbst kann von Factoring im M&A- Prozess profitieren. Hier hat sich die umfangreiche Analyse des Forderungsportfolios beim Target durch einen Factor als wertvolle Entscheidungshilfe bei den Akquisitionsvorbereitungen erwiesen. Versteckte Risiken im Portfolio treten zu Tage und helfen dabei, gemeinsam einen realistischen Kaufpreis festzulegen.

2. Steigerung der Liquiditätsausschöpfung

Vergleicht man eine Finanzierung durch Factoring mit klassischen Kreditlinien von Banken, so wird mit Factoring eine höhere Liquiditätsausschöpfung erzielt. Nach dem Forderungsverkauf an einen Factoringanbieter wie der A.B.S. Global Factoring AG können 80- 90 % des eigentlichen Werts der Forderungen in Liquidität umgewandelt werden.  Die Auszahlung erfolgt zeitnah und deutlich schneller als dies bei anderen Finanzinstrumenten der Fall wäre.

3. Bereitstellung der benötigten Betriebsmittel

Der Klassiker beim Unternehmensverkauf: Durch neue Investoren ist das Unternehmen mit ausreichend Eigenkapital ausgestattet, das nötige Working Capital fehlt jedoch. Hier setzt Factoring an und generiert liquide Mittel. In der Folge kann der Cash Conversion Cycle sogar negative Werte annehmen. Das freigesetzte Kapital kann zur Deckung von Verbindlichkeiten oder für notwendige Investitionen genutzt sowie ins betriebliche Wachstum investiert werden.

4. Stärkung der finanziellen Unabhängigkeit

Eine Factoring-Finanzierung ist durch den fortlaufenden Verkauf der offenen Forderungen mittel- bis langfristig angelegt. Dadurch wird die finanzielle Unabhängigkeit gestärkt und das Risiko instabiler Planungsverhältnisse, zum Beispiel durch eine unerwartete Kreditkündigung seitens der Bank, deutlich reduziert. Durch die Hinzunahme bankenunabhängiger Finanzierungspartner wie der A.B.S. Global Factoring AG wird die Finanzierung zusätzlich auf breitere Beine gestellt. Gerade in sich verändernden Märkten wie bei Distressed M&A-Transaktionen erweitert das die Handlungsspielräume. Dabei bewirkt Factoring einen dauerhaft positiven Effekt auf die Liquiditätssituation. Bei den möglichen, zusätzlichen finanziellen Belastungen durch eine Akquisition, kann das Luft verschaffen. Auch saisonale Schwankungen können abgefedert werden, da Factoring eine umsatzkongruente Finanzierungsform darstellt. Nicht zuletzt  reduziert sich auch das Risiko signifikant, denn ein 100%-iger Forderungsausfallschutz ist bei A.B.S. Factoring inkludiert.

5. Schnelle Entscheidungen

Neben der Sicherstellung der Finanzierung ist auch die Geschwindigkeit der Umsetzung ein entscheidender Faktor. Auch hier bietet Factoring klare Vorteile.  Bei Vorliegen der notwendigen Forderungsinformationen kann innerhalb von 48 Stunden eine verlässliche Aussage über die Rahmendaten durch A.B.S. Global Factoring getroffen werden. Voraussetzung hierfür ist eine exakte Risikoanalyse, bei der z.B. der Anteil der Factoring-Finanzierung an der Gesamtfinanzierung oder eine vertraglich festgelegte Exit-Strategie berücksichtigt werden. Entscheidend ist, dass die Finanzierungsbausteine eng aufeinander abgestimmt sind und den Erfordernissen beider Parteien genügen.

Der persönliche Tipp von M&A-Berater Holger Linn

In M&A-Prozessen sehen es Investoren durchaus als vorteilhaft, wenn Factoring zum Einsatz kommt. Es zeigt einerseits die (gute) Bonität der Kundenforderungen und zum Anderen können eventuelle Diskussionen über Garantien und Abschläge im Hinblick auf sog. „Bad Debt“-Positionen vermieden werden.

In der Strukturierung der Übernahmefinanzierung kann der Einsatz einer Factoring-Finanzierung ebenfalls Vorteile liefern. Insbesondere, wenn die Übernahmen mit Debt Funds realisiert werden. Dann benötigt man eventuell keine Bank mehr für die Working Capital-Finanzierung und spart sich aufwendige Intercreditor- und Sicherheiten-Dokumentationen. Wächst das Unternehmen und benötigt zusätzliche Liquidität, kann dies durch das parallel anwachsende Factoring-Volumen quasi automatisch generiert werden.

Holger Linn, CRESCAT Advisory

Liquidität, die mitwächst: Factoring nach dem Deal

Der Einsatz von Factoring endet nicht mit dem Kaufvertrag: Auch nach dem Deal bietet das dynamische Finanzierungsinstrument Vorteile. Das Factoring-Volumen wächst mit dem Umsatz – und sorgt so auch im weiteren Wachstumskurs für kontinuierlichen Liquiditätszufluss, Bonitätsvorteile und Debitorenschutz.

Jetzt tiefer einsteigen mit unserer “Case Study – Factoring im M&A-Prozess”.