Nachteile von Factoring
Factoring wird manchmal skeptisch betrachtet: zu teuer, zu kompliziert, zu riskant für die Kundenbeziehung. Doch viele dieser vermeintlichen Nachteile halten einer genauen Prüfung nicht stand – im Gegenteil, sie entpuppen sich als klare Vorteile, wenn Factoring professionell eingesetzt wird.
Vorurteil zu Factoring #1
"Factoring hat ein Geschmäckle – das machen nur Unternehmen, die fast pleite sind?"
Ein Klassiker unter den Vorurteilen – und ganz ehrlich: völlig überholt.
Ja, in den 1960er-Jahren hatte die Forderungsabtretung in Deutschland einen eher zweifelhaften Ruf. Damals galt: Wer Factoring nutzt, steht kurz vor der Insolvenz. Das Bild vom „letzten Rettungsanker“ ist längst überholt.
Heute setzen Start-ups, Mittelständler und Wachstumsunternehmen Factoring gezielt ein, um Liquidität zu sichern, ihre Bilanz zu verbessern und schneller auf Marktchancen zu reagieren. Auch Banken schätzen Factoring als Teil eines gesunden Finanzierungsmix.
Vorurteil zu Factoring #2
"Factoring ist doch viel zu teuer, oder?"
Ja, Factoring kostet Geld – doch es liefert auch handfeste Mehrwerte: Liquidität, Sicherheit, und Planbarkeit. Die Factoring-Kosten sind bei uns sehr klar strukturiert. Sie setzen sich aus Factoring-Gebühr und Zinsen zusammen.
1. Factoring-Gebühr:
Diese richtet sich individuell nach Ihrem Umsatzvolumen, der Struktur Ihrer Forderungen und der Bonität Ihrer Debitoren.
2. Factoring-Zinsen:
Diese fallen nur auf das tatsächlich genutzte Finanzierungsvolumen an – nicht auf den gesamten Rahmen. Der Zinssatz orientiert sich an Ihrer Bonität und liegt in der Regel unter dem Niveau klassischer Kontokorrentzinsen einer Bank.
Im Factoring sind mehrere wertvolle Leistungen enthalten:
- die Gebühr für den Risikotransfer, denn das Risiko eines Forderungsausfalls geht auf den Factor über. Das erspart Ihnen potenziell viel Geld. Nämlich dann, wenn eine Forderung oder gar ein Abnehmer ausfällt.
- die Gebühr für das Management der Forderungen, das Mahnwesen und wenn nötig die Beitreibung nicht bezahlter Forderungen enthalten. Alles Tätigkeiten, die viel Zeit und Ressourcen in Anspruch nehmen. Gegebenenfalls können Sie vollständig auf eine eigene Debitorenbuchhaltung verzichten.
Natürlich enthalten die Factoring-Kosten auch die Finanzierung selbst, die im Vergleich zu klassischen Bankkrediten oft konkurrenzfähig ist. Noch wichtiger: Durch die sofortige Liquidität gewinnen Sie zusätzlichen Spielraum, um bei Ihren Lieferanten Skonti, Rabatte und Boni zu nutzen. Das verbessert Ihre Einkaufskonditionen und führt zu weiteren Einsparungen.
Nicht zu vergessen: Da die Forderungen beim Factoring tatsächlich verkauft werden, scheiden sie aus Ihrer Bilanz aus. Das verbessert Ihre Eigenkapitalquote und stärkt wichtige Rating-Kennzahlen – ein echter Pluspunkt für Ihre Bonität.
Zählt man alle diese Effekte zusammen – Liquiditätsgewinn, Risikoabsicherung, Zeitersparnis, Einkaufsvorteile und Bilanzoptimierung – wird klar: Die Factoring-Gebühren zahlen sich oft vollständig aus. Oder sogar mehr als das. Denn mehr Finanzierung bedeutet mehr Spielraum, mehr Umsatz – und langfristig mehr Gewinn. Vor allem im Vergleich zu klassischen Bankkrediten, die Forderungen oft nur zu 50 % beleihen, bietet Factoring mit einem Finanzierungsgrad von bis zu 90 % deutlich stärkere Hebel für Ihr Geschäft.
Vorurteil zu Factoring #3
„Meine Abnehmer dürfen nicht wissen, dass ich Factoring nutze.“
Beim Einsatz von Factoring wird in den Rechnungen vermerkt, dass die Zahlung an das Factoring-Institut erfolgt.
Viele Unternehmen befürchten, dass der Abtretungsvermerk auf Rechnungen ihre Kunden verunsichert. In der Praxis zeigt sich: Kunden reagieren meist gelassen – viele nutzen selbst Factoring. Außerdem sorgt das Einbeziehen eines neutralen Partners oft sogar für schnellere Zahlungen („Effect of third parties“) und entlastet Sie von unangenehmen Mahngesprächen.
Wichtig zu erwähnen ist, dass nicht zuletzt auch die eigene Haltung und Überzeugung von dieser Finanzierungsform entscheidend ist. Schließlich resultieren nicht nur für den Factoring-Nutzer, sondern auch für seine Abnehmer entscheidende Vorteil: Die Gewährung längere Zahlungsziele und somit ein größerer finanzieller Spielraum – das darf man ruhig auch so kommunizieren!
„Factoring funktioniert in meiner Branche/mit meinem Geschäftsmodell nicht!“
Ein weitverbreiteter Irrtum. Factoring ist eine branchenübergreifende Finanzierungsform, die längst nicht mehr nur Großunternehmen und Konzernen vorbehalten ist. Auch kleine und mittelständische Betriebe nutzen heute erfolgreich Factoring – vorausgesetzt, bestimmte Grundvoraussetzungen sind erfüllt. Hier ein Überblick, wann Factoring typischerweise möglich ist – und wann nicht:
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Erbrachte Leistungen:
Die Rechnungen müssen auf vollständig erbrachten Lieferungen oder Leistungen beruhen. Bei Projektgeschäften oder VOB-Abrechnungen kann der Leistungsnachweis komplex sein – viele Anbieter schließen solche Fälle daher aus. -
B2B-Finanzierungsform:
Factoring richtet sich an Unternehmen, die Geschäftsbeziehungen im Business-to-Business (B2B)-Bereich pflegen. Forderungen gegenüber Privatpersonen sind in der Regel nicht factoringfähig. -
Forderungsportfolio statt Einzelrechnungen:
Meist wird ein gesamtes Portfolio an Forderungen übertragen – nicht nur einzelne Rechnungen. Dabei kann es vorkommen, dass Debitoren mit unzureichender Bonität vom Factoring ausgeschlossen werden. Eine Ausnahme bildet das Ausschnittsfactoring, bei dem gezielt ausgewählte Forderungen verkauft werden können. -
Keine Bargeldgeschäfte oder Vorkasse:
Da es sich beim Factoring um den Verkauf offener Forderungen handelt, ist diese Finanzierungsform nicht geeignet für Barverkäufe oder Vorkassenzahlungen.
Jetzt prüfen: Lohnt sich Factoring für Sie?
Ob Factoring auch für Ihr Unternehmen sinnvoll ist, finden Sie mit wenigen Klicks heraus. Nutzen Sie unsere kostenlose Checkliste Unternehmenswachstum und erhalten Sie eine erste Einschätzung – unverbindlich und schnell.
„Factoring ist kompliziert!“
Das stimmt heute nicht mehr. Moderne digitale Schnittstellen und Online-Portale machen die Abwicklung schnell, transparent und effizient. Sie behalten die Kontrolle über alle Bewegungen, haben Einblick in Echtzeit und sparen gleichzeitig interne Ressourcen, da das Forderungsmanagement vom Factoring-Anbieter übernommen wird.
In der Praxis erfolgt i.d.R. eine direkte Anbindung an das im Einsatz befindliche ERP-System. Die Rechnungskopien werden automatisch per elektronischer Schnittstelle an die A.B.S. übertragen – meist in Form eines pdf-Dokuments. Über das Online-Portal ist eine einfache Kommunikationsform gegeben, mit der z. B. Limitanträge direkt ersichtlich sind. Alle Belege können online hochgeladen und bestätigt werden, so dass lästige Unterschriften und Scans entfallen. Zudem ist bei bei A.B.S. Factoring jederzeit volle Transparenz gegeben, denn unsere Kunden haben Zugriff auf alle originalen Belege im Online-Portal und können alle Bewegungen jederzeit nachvollziehen.
„Kompliziert“ ist also im Zeitalter der Digitalisierung bei uns wirklich nicht mehr der Fall.
Factoring leicht gemacht mit A.B.S.
Sie profitieren stets von frischer und sofortiger Liquidität aus Ihren eigenen Assets und genießen folgenden Zusatzleistungen:
- 100 %-iger Forderungsausfallschutz
- Übernahme der Debitorenbuchhaltung
- Bonitätsprüfung bei Ihren Kunden
- Mahnwesen inklusive Inkasso
- tägliches Reporting über unser Online-Portal
- individuelle und ausführliche Finanzberatung
Welche Vorteile Factoring noch hat und welche Potenziale in dem Finanzierungsinstrument für Ihr Unternehmen schlummert, ist immer auch individuell zu betrachten.
Als Partner des Mittelstands wissen wir aus erster Hand, worauf es ankommt: ein sensibles Gespür für den Kundenkontakt, ein verantwortungsvoller Umgang mit Forderungen – und ein Finanzierungsmodell, dem man wirklich vertrauen kann. Das leisten wir für unsere Kunden inzwischen an 9 Standorten in Europa.
Thorsten Klindworth
CEO A.B.S. Global Factoring AG
Factoring in der Praxis: Warum vermeintliche Nachteile oft zu Stärken werden
Die Erfahrung von A.B.S. Factoring zeigt: Unternehmen, die Factoring nutzen, profitieren nicht nur von schneller Liquidität, sondern auch von stabileren Kundenbeziehungen und einer nachhaltig besseren Finanzstruktur. Viele Unternehmen berichten, dass sich die Zahlungsmoral ihrer Abnehmer durch die Zusammenarbeit mit A.B.S. deutlich verbessert hat.
Ein besonders aussagekräftiges Beispiel: Zahlreiche Debitoren, die ursprünglich nur Rechnungsempfänger waren, sind später selbst zu zufriedenen Factoring-Kund:innen von A.B.S. geworden. Ein klarer Beleg dafür, dass professionelles Factoring nicht abschreckt – sondern überzeugt.
